Frausein ist nichts für Weicheier

ISBN: 9783746734620

Wozu tragen Frauen freiwillig Abstazschuhe? Warum sind sie immer auf Diät? Und wer sagt eigentlich, dass man zu zweit auf Toilette gehen muss?
Fest steht, dass Brüste die Welt nicht einfacher, sondern verrückter machen. Da ist zum Beispiel diese angeborene Schwäche für Kuscheltiere. Es könnte uns richtig gut gehen, gäbe es mehr SM-Romane und dafür weniger PMS, mehr Glitzer und weniger Klischees.
Ein kurzweiliger und informativer Erklärungsversuch darüber, was Frau will, was Frau kann und was Frau nicht braucht. Freche Realsatire für Damen, gleichzeitig der ideale Ratgeber für lesefaule Herren und alle, die es gern praktisch mögen.

Leseprobe

BDSM

Es war ein händeringender Aufschrei. Alle meine Freundinnen rannten plötzlich ins Kino, um einem reichen Typen in Anzug dabei zuzusehen, wie er einer Studentin lustvoll den Hintern versohlte. Ich begreife den Reiz daran bis heute nicht. Niemand hätte den Film sehen wollen, wenn die Hauptfigur ein arbeitsloser Klempner namens Hansi gewesen wäre!

Ich begann, ernsthaft an der Emanzipation zu zweifeln. Haben unsere Urahninnen für Gleichberechtigung und Freiheit gekämpft, damit wir uns heute, im 21. Jahrhundert, unterwürfig stöhnend vor der Dominanz einflussreicher Männer verbeugen?

Da es bekanntlich nichts gibt, das amerikanische Wissenschaftler nicht herausgefunden haben, geben moderne Studien über die Häufigkeit sexueller Fantasien uns die Antwort. Deutlich mehr als die Hälfte der weiblichen Befragten träumten von Unterwerfung. Die meisten wollten dieser Fantasie allerdings im realen Leben nicht nachkommen.

Fazit: Viele Frauen sehnen sich zwar insgeheim danach, im Bett von ihrem Partner dominiert zu werden, ausleben möchten sie diese Vorstellung aber nicht. Anscheinend lesen sie stattdessen lieber Romane und schauen sich Filme zum Thema an.

Schlagen

Früher kam ich beinahe jeden Tag weinend aus der Grundschule, weil die Jungs in meiner Klasse mich ärgerten. Sie versteckten meine Sachen und zogen mich andauernd damit auf, dass ich angeblich in diesen oder jenen Vollpfosten verliebt sei, den ich in Wirklichkeit nicht mal beim Namen kannte. Und wenn einer Mist verbockt hatte und die Lehrerin fragte, wer das denn gewesen sei, zeigten sie mit dem Finger auf mich. Das machte mich wütend. Und sehr, sehr hilflos.

Aber meine Mama wäre nicht meine Mama, wenn sie keine geniale Lösung für dieses Problem parat gehabt hätte. „Wenn sie dich das nächste Mal ärgern, hau ihnen eine runter.“, sagte sie. Und was Mama sagt, das kann gar nicht so falsch sein. Also verpasste ich dem nächsten Jungen, der mein Federmäppchen klauen wollte, eine saftige Ohrfeige. Und plötzlich war ich die Queen von England. Das hatten sie nicht kommen sehen. Das Schlimmste, die ultimative Katastrophe für einen Jungen, war, sich von einem weiblichen Wesen, das er nicht Mutti nannte, hauen zu lassen. Schlagen war ein Zeichen von Männlichkeit. Geschlagen zu werden, das war was für Mädchen. Ein weibliches Privileg, sozusagen.

So stürzte ich den Armen, dem ich meine Hand ins Gesicht geklebt hatte, kurzzeitig in einen Abgrund der Verdammnis. Und mein Federmäppchen blieb dort, wo es hingehörte. Bedauerlicherweise bin ich keine sehr talentierte Schlägerin. Die Jungs lernten, mir auszuweichen. Aber ich hatte ihren Respekt verdient. Ich war cool, nicht so wie die anderen, die zur Lehrerin rannten und petzten. Ich war einer von ihnen, ein echter Kerl, mit dem man sich prügeln konnte.

Kann mir bitte jemand erklären, wieso? Die Eltern, die ihren Töchtern einreden, dass Jungs, die sie herumschubsen, in Wahrheit in sie verliebt seien; haben die gleichen Eltern ihren Söhnen beigebracht, dass es von Stärke zeugt, andere herumzuschubsen?

Das Produkt dieses zwischengeschlechtlichen Missverständnisses ist es, dass Frauen auf Machos abfahren, die sie behandeln wie Dreck. Einen Mann aber, der von seiner Partnerin misshandelt wird, den lachen wir aus und nennen ihn ein Mädchen, als sei das ein Schimpfwort. Gewalt hat eine Rollenverteilung und alle müssen sich dran halten.

Unterwäsche

Slip und BH passen nie zusammen. Dabei handelt es sich um ein Naturgesetz, zu dem ich Ihnen sogar eine wissenschaftliche Erklärung liefern kann.

Der Slip wird häufiger gewechselt als der Büstenhalter. Darum ist der zum BH passende Slip immer in der Wäsche. Immer.

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