Die Sonne über Seynako

ISBN: 9783746719795

Genre: High Fantasy (mit Elementen des Dark Fantasy)

Handlung

Azur hat sich daran gewöhnt, dass jedermann mit dem Finger auf sie zeigt. Auf sie, das stumme Bauernmädchen mit dem blauen Haar. Plötzlich erschüttern unerklärliche Ereignisse den Frieden des Landes und schwarze Magie wirft ihren Schatten auf Unschuldige. Azur gerät gegen ihren Willen in den Mittelpunkt einer Prophezeiung und eines Krieges, den keine Armee der Welt zu gewinnen vermag. Alle Waffen versagen im Kampf gegen den übermächtigen Feind, sie allein trägt den Schlüssel zur Rettung ihres Volkes in sich. Ihr Weg führt Azur in einen Strudel göttlichen, düsteren Wahns, der alles bedroht, was sie kennt und was sie ist.

Eine Reise durch unerforschte und geheimnisvolle Welten steht bevor, in der die Grenzen zwischen Freund und Feind, Gut und Böse zu verschwimmen drohen.

Seitenanzahl: 440 als Taschenbuch

Hintergrund

Die Sonne über Seynako ist im Eigenverlag als ebook und Taschenbuch erschienen. Die Fortsetzung des Abenteuers ist in Arbeit. Der zweite, finale Teil erscheint voraussichtlich Ende 2019, bis dahin kann Azurs Geschichte als in sich abgeschlossener Roman gelesen und genossen werden.

Seynako ist ein annähernd mittelalterlich, europäisch anmutendes Land im Süden des fantastischen Kontinents. Die Menschen huldigen dem Sonnengott Sol. Jenseits seiner Grenzen existieren magische Wesen, die auf der Grundlage verschiedener irischer, schottischer, deutscher und griechischer Mythen und Sagen erschaffen wurden – vielleicht entdeckt der aufmerksame Leser aber auch ganz neue Geschöpfe.

Die Anregung dazu gab ein lieber Freund und Widmungsträger des Buches. Ohne ihn hätte ich nie angefangen, Fantasy zu schreiben und die unzähligen Vorzüge dieses zauberhaften Genres nicht kennengelernt. Bedankt oder beschwert euch also bei ihm. 😉

Hinweis: Die Geschichte enhält keine explizit erotischen Schilderungen, allerdings eingie Kampf- und Gewaltszenen. Ich empfehle das Buch daher nur LeserInnen über 14 Jahren.

Leseprobe

Der metallische Geschmack in Azurs Mund aber warnte sie vor dem, was gleich folgen würde und was sich nicht durch bloßen Willen abwenden ließ. Noch eben war sie mit leicht von sich gestreckten Armen durch die Schwärze getaumelt, im nächsten Augenblick stieß sie mit jemandem zusammen. Wie eine Falle zuschnappt, schnell und erbarmungslos, wurde sie gepackt und war nicht imstande, sich zu befreien, so sehr sie sich auch wehrte. Sie spürte die bestialische Kraft, mit der jemand sie an sich drückte und sie bewegungsunfähig machte. Panisch schnappte sie nach Luft, ein stummer Fisch auf dem Trockenen. In ihrem Mund wurde der Blutgeschmack so unerträglich, dass sie daran zu ertrinken glaubte.

„Du bist also die Auserwählte, von der die Sonnenanbeter sich so viel versprechen.“, sagte eine sonore Stimme und ließ Azur eine Gänsehaut über den Rücken kriechen. Ihr Herz klopfte so schnell, als wolle es sich aus ihrer Brust befreien, wie sie wäre es gern davongelaufen, und ihr Bauch fühlte sich an, als sei er mit Blei gefüllt.

Plötzlich vernahm sie ein Rauschen, von dem sie beinahe vergessen hatte, dass es in ihrer Vision vorgekommen war. Sie hob den Kopf, soweit ihr das in der festen Umklammerung möglich war, und erspähte eine gigantische Feuerfront, die über den Himmel auf sie zukam. Ein erneutes sinnloses Aufbegehren ihrerseits verstärkte den Griff ihres Gegners. „Langsam, Mädchen. Wenn du ohnmächtig wirst, verpasst du das Beste.“

Weinend ob ihrer Machtlosigkeit, beobachtete sie, wie die Feuerfront näher rückte und sich aus dem riesigen Flammenmeer nach und nach einzelne Flämmchen herauslösten. Azur brauchte eine Weile, bis sie die direkt über ihnen schwebenden, geflügelten Wesen erkannte, welche furchterregende Klauen besaßen und Hörner, die mit kreisförmigem Schwung nach hinten gebogen auf ihrer Stirn prangten. Im Maul trugen sie brennende Holzscheite vor sich her.

„Gefallen sie dir?“, fragte ihr Angreifer, sodass sein Atem sich unangenehm in ihrem Nacken kräuselte. „Bei Nacht sind Gargoyles nahezu unbesiegbar. Und wie es den Anschein hat, ist es Nacht in Seynako.“

Azur hatte keine Ahnung, was besagte Wesen sein mochten, aber sie war sich sicher, dass sie in diesem Moment eine große Gefahr für Alec und seine Männer darstellten. In Gedanken betete sie zu Sol dem Sonnengott, er möge die Sonne wieder scheinen und sie die fliegenden Kreaturen verbrennen lassen. Sol erhörte ihre Gebete nicht.

Unvermittelt ließ der Mann sie los, aber bevor sie sich in Bewegung setzen und retten konnte, packte eine Hand ihren Hals. „Du wirst tun, was ich dir sage. Oder das Land mit all seinen Menschen wird noch heute sich selbst verschlingen. Und was wird dann aus dir und dem Prinzen?“ Er brachte sein Gesicht sehr nah an ihres heran, sodass sie in dem schrecklichen Licht, das die brennenden Scheite erzeugten, seine Augen erkennen musste. Ein Blick hinein, der ihr das Gefühl gab, am Rand einer endlos tiefen Klippe zu stehen, und ihr Widerstand zerbröckelte zu Staub.

Nur eine einzige Geste seinerseits brachte die Gargoyles dazu, ihre Krallen zu öffnen.

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