5 Dinge, die authentische Menschen tun

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Selbstsicheres Auftreten, offene Gesten, direkter Blickkontakt, ein echtes Lächeln. Authentische Menschen sagen nicht: „Ich bin ja so authentisch!“ – sie sind es einfach. Hier sind 5 Dinge, die jeder tun kann, um sein „echtes“ Potenzial zu entfalten.

1) Sie leben in der Gegenwart

Früher war alles besser? Eines ist „früher“ auf jeden Fall: vorbei.
Zugegeben, jeder hat eine Beziehung zur Vergangenheit. Das ist ganz natürlich, denn ein Großteil der eigenen Persönlichkeit entsteht aus den Erfahrungen, die man im Laufe des Lebens gesammelt hat. Erinnerungen formen uns, lassen uns zu dem werden, was wir sind. Rückwirkend lassen sie sich nicht verändern.
Darum ist es wichtig, jeden gegenwärtigen Moment so zu nutzen, dass man sich gern an ihn erinnert, wenn er Vergangenheit geworden ist. So, wie wir das Hier und Jetzt beeinflusse, wird es in Zukunft auch Einfluss auf uns nehmen. Wer stattdessen seine Zeit damit verbringt, sich über die Gegenwart zu beschweren und Vergangenem nachzutrauern, der hört auf, lebendig zu sein. Der verschenkt seine kreative, schöpferische Kraft. Der ermächtigt andere, sein Jetzt zu gestalten, auf dass er sich später wieder darüber aufregen kann.

2) Sie sind sich ihrer selbst bewusst

Zu sich und seinem Charakter stehen zu können, erfordert ein hohes Maß an Selbsterkenntnis. Wie bin ich denn? Was möchte ich? Welche Stärken besitze ich? Wie sehen meine verborgenen Sehnsüchte und Ängste aus? Und die wichtigste Frage: Was macht mich einzigartig?
Authentizität bedeutet nicht, krampfhaft anders sein zu wollen, sondern „echt“ zu sein. Eigenschaften, die wir an uns selbst nicht wertschätzen und am liebsten verdrängen, lösen sich dadurch nicht automatisch in Luft auf. Authentizität ist Mut zum UnPerfektionismus. Mut, die eigene Seele ungeschminkt zu sehen, in ihre Abgründe zu blicken und darüber hinweg zu schreiten. Ehrlich zu sich selbst zu sein ist der Schlüssel zu jeder kraftvollen, inneren Veränderung.

Sich anzunehmen wie man ist, heißt nicht automatisch, auch so zu bleiben. Es schafft lediglich die Voraussetzung, mit allem Vorhandenen arbeiten zu können.

(Ja, ich zitiere mich gern selbst… 😏)

3) Sie sind ehrlich

Man beachte den Unterschied zwischen Ehrlichkeit und Taktlosigkeit. Niemand empfindet taktloses Auftreten als angenehm. Aber offener, ehrlicher Austausch, frei von „Gefallen wollen“, frei von den 1000 Mini-Lügen, mit denen wir uns die Welt geschmeidig hexen wollen, ist unbezahlbar. Es besteht das Risiko, gelegentlich über den eigenen Schatten springen zu müssen, um sich selbst weniger ernst zu nehmen. Auf lange Sicht ist Ehrlichkeit aber viel angenehmer, unkomplizierter und konstruktiver. Und man lernt dabei eine ganze Menge über sich selbst.

4) Sie leben selbstbestimmt

Wem nicht zu raten ist, dem ist nicht zu helfen, besagt ein altes Sprichwort. Gelegentlich erwische ich mich dabei, wie ich es verwende, ohne vorher seinen Wert für den Kontext zu überprüfen.
Meistens passiert mir das, wenn ich meine, zu wissen, was für eine andere Person das Allerbeste wäre, diese aber meine Meinung nicht teilt. Dann muss ich mich daran erinnern, dass „gut“ und „richtig“ höchst relative Begriffe sind.
Gute Ratschläge können hilfreich sein, doch meist verraten sie mehr über die Ängste jener, die sie erteilen, als über den, dem sie gelten.
Niemand kann wissen, was gut für Dich ist. Niemand. Weil keiner Deine tiefsten Gedanken denkt, Deine Wünsche spürt oder über Deine innere Stimme verfügt.

5) Sie sind unvoreingenommen

Nur wer den Menschen, den täglichen Erscheinungen und Gegebenheiten seiner Umwelt aufmerksam begegnet, wird selbst authentisch durchs Leben gehen können. Voreingenommenheit ist die Illusion, zu wissen, wie die Dinge sind. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen bewerten wir alles, was wir sehen. Wenn wir uns an einer heißen Herdplatte die Hand verbrennen, werden wir beim nächsten Mal wohl besser aufpassen, um nicht mit ihr in Berührung zu kommen – Dieser Lerneffekt ist wichtig! Im Bezug auf veränderliche Dinge steht er uns manchmal allerdings mächtig im Weg. Heiße Herdplatten sind nun einmal nicht zum Streicheln da, Hitze verbrennt und tut weh, das wird auch in Zukunft so bleiben.

Ein Mensch aber kann seinen Charakter verändern. Auf der Straße, die wir schon hundert Mal entlang gegangen sind, kann über Nacht ein kaputter Pflasterstein aufgetaucht sein. Wenn wir uns auf das abgespeicherte Bild der Straße aus der Vergangenheit verlassen, werden wir stolpern.

Was mir heute guttut, kann mir morgen aus unerfindlichen Gründen plötzlich auf die Nerven gehen oder mir sogar schaden, denn wir alle leben in ständigem Wandel. Du kannst an Dir selbst beobachten, wie sich Deine Vorlieben mit der Zeit ändern. Manchmal sehr abrupt, meist aber über einen längeren Zeitraum hinweg.

Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.
Heraklit

Leben ist Veränderung. Wenn wir Heraklits Bild einmal beibehalten, würde ich sogar behaupten wollen, dass jeder seinen eigenen Fluss hat. Es gibt keinen, der die „Norm“ markiert. Ebenso ist es nicht möglich, ein klares Bild der Wirklichkeit zu erhalten. Der Fluss kann Dein Gesicht nicht spiegeln, wie es ist. Dafür ist seine Oberfläche viel zu beweglich.
Dort, wo Du den Fluss hinlenkst, wird er fließen und sein Bett beständig und tief in die Erde graben. Unterschätze niemals seine Kraft und sein Potenzial.

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